Projektpartner

Der federführende Begünstigte, der für die Durchführung des gesamten Projektes VODAMIN II verantwortlich ist, ist der Staatsbetrieb Palivový kombinát Ústí, s.p., Im Rahmen seiner Aktivitäten wird er in dem Fördergebiet neunzehn hydrogeologische Erkundungsbohrungen durchführen. Diese werden den weiteren Partnern für die Entnahme von Grundwasserproben und die Erstellung einer Datenbank mit Informationen dienen, um die Ergebnisse der Öffentlichkeit vorstellen zu können.

Der Staatsbetrieb Palivový kombinát Ústí, s.p. befasst sich mit der Beseitigung der Folgen des Abbaus von Braunkohle, der Erdöl- und Gasgewinnung durch die Rückführung der Landschaft in einen ähnlichen Zustand, in dem sie sich vor Aufnahme des Bergbaus befand. Zu den wichtigsten Projekten, die durch den Staatsbetrieb umgesetzt werden, gehören eine umfassende Revitalisierung der ehemaligen Tagebaue Chabařovice und Most-Ležáky sowie die Beseitigung von ökologischen Altlasten der Förderung von Erdöl und Erdgas in Südmähren sowie das Monitoring des Wasserhaushalts des Grubenwassers in Bergbaufolgelandschaften.

Info: www.pku.cz

Die Hochschule für Bergbau – Technische Universität in Ostrau ist der tschechische Projektpartner. Zu seinen wichtigsten Aufgaben gehört die Errichtung einer Einrichtung für das Monitoring im Bohrnetz sowie Probenahmen, um den Inhalt von Stoffen und ihren Transport in die Umgebung feststellen zu können. Ein Bestandteil der Arbeiten werden auch ein Monitoring des Grundwasserspiegels in den Bohrungen durch den federführenden Begünstigten und die Aufstellung eines hydrogeologischen Modells und Erarbeitung von Kartenunterlagen sein. Ein Ergebnis der Aktivitäten wird auch die Erarbeitung eines Endberichtes sein, in dem die potentiellen Möglichkeiten zum Schutz des Oberflächenwassers vor unkontrolliertem Einleiten des Grubenwassers nach der Einstellung des Bergbaus und der Wasserförderung in diesen stillgelegten Teilen des Bergbaureviers zusammengefasst werden. Im Rahmen eines der Meilensteine des Projektes wird ein Modell eines Wärmeübertragers zur Maximalisierung des Transports des Wärmegradienten entwickelt, um seine weitere Anwendung zu ermöglichen.

Die Hochschule für Bergbau – Technische Universität in Ostrau (Vysoká škola báňská – Technická univerzita Ostrava) gehört zu den besten tschechischen und europäischen Universitäten, die eine Ausbildung in technischen und ökonomischen Bereichen anbieten. Aktiv bietet sie Leistungen im Bereich der angewandten sowie der Grundlagenforschung sowie notwendige Beratungen für die Industrie, das Bankwesen sowie für Unternehmen einschließlich eines lebenslangen Lernens an.

Info: www.vsb.cz

Die TU Bergakademie Freiberg ist ein ausländischer Projektpartner. Im Rahmen des vom Institut für Wärmetechnik und Thermodynamik der TU Bergakademie Freiberg zu bearbeitenden Themenschwerpunkts soll in enger Zusammenarbeit mit dem Institut für Bergbau und Spezialtiefbau die Eignung des Grubenwassers für Heiz- und Kühlanwendungen herausgestellt werden. Hohe Anforderungen werden an die dafür notwendigen Wärmeübertrager gestellt. Problematisch ist hierbei die Belastung der Grubenwässer, womit Verschmutzungen an den Rekuperatoren und damit verbunden Leistungsabfälle der Anlagen mit zunehmender Laufzeit einhergehen.

Ziel soll es deshalb sein, Möglichkeiten zu finden, eine zuverlässigere Arbeitsweise der Anlagen zu realisieren. Über die Projektlaufzeit soll ein Monitoring an ausgewählten Standorten im Fördergebiet aufgebaut werden, um die Betriebsregime bestehender Anlagen zu analysieren. In Kombination mit Untersuchungen zur Grubenwasserchemie sowie den Betrachtungen zu den Wärmeübertragern soll damit eine optimierte Verfahrensweise entwickelt werden, um einen verstärkten Ausbau geothermischer Grubenwasseranlagen zu ermöglichen. Weiterhin wird ein Leitfaden ausgearbeitet, der potentiellen Anwendern derartiger Anlagen zur Verfügung gestellt wird. Damit soll eine Erhöhung des Anteils regenerativer und grundlastfähiger Energiequellen bewirkt werden

Die TU Bergakademie Freiberg und ihre sechs Fakultäten konzentrieren sich als Forschungseinrichtung auf die Entwicklung alternativer Technologien für den Abbau von Rohstoffen und die Bildung in diesem Bereich, auf Technologien im Bereich der Energiewirtschaft, auf Materiale und Recyclingprozesse und leistet somit einen entscheidenden Beitrag zur Lösung von wirtschaftlichen und ökologischen Problemen.

Info: www.tu-freiberg.de

Die Hochschule Zittau/Görlitz ist ein ausländischer Projektpartner. Durch das iTN erfolgt der Aufbau einer Datenbank, in welcher die bisherigen Daten aus dem Wassermonitoring der Saxonia im Gebiet des Freiberger Altbergbaus dargestellt werden. Die bisherigen Ergebnisse weisen auf einen Sanierungserfolg hin, liegen jedoch in unterschiedlicher Form und Qualität vor und bedürfen einer Aufarbeitung und zentralen Erfassung auch für die Zukunft.

Desweiteren erfolgt durch das iTN eine fachliche Beratung und Begleitung der Pilot-Untersuchungen auf Testfeldern im Freiberger Raum. Es soll die Möglichkeit untersucht werden, eine Haldenab-deckung vorzunehmen, um den jährlichen Anfall des Haldenwassers sowie die diffusen Einträge ins Grundwasser zu reduzieren. Mit der Abdeckung ist zu untersuchen, ob die Durchsickerung von Niederschlägen durch kritische Bodenschichten reduziert werden kann. Vorrangig sind ortsnahe, günstig beschaffbare und in größerer Menge verfügbare Materialien einzusetzen. Auf diesen Testflächen wird eine Messanlage installiert, welche zur Datenerfassung des Sickerwassers dient.

Unter Mitwirkung des iTN erfolgt der Aufbau einer Arbeitsgruppe sowie die Erarbeitung der Arbeits- und Wirkungsstrategie der grenzüberschreitenden und interdisziplinären sowie interinstitutionell angelegten Untersuchungen. Schwerpunkt ist ein Erfahrungsaustausch beider Seiten zu den bergbaulichen Altlasten bzw. zu dem entstehenden Sanierungs- und Überwachungsbedarf, welche beim Rückgang des Braunkohlebergbaus entstehen.

Das iTN – Institut für Verfahrensentwicklung, Torf- und Naturstoff-Forschung – ist ein In-Institut der Hochschule Zittau/Görlitz in Kooperation mit dem Internationalen Hochschulinstitut Zittau (IHI) und der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (HTW).

Das iTN pflegt enge Kontakte und Beziehungen zu verschiedenen nationalen und internationalen bergbaulichen, gewerblichen sowie anderen industriellen Einrichtungen, zu nationalen und internationalen Forschungsinstituten, zu Hochschulen und Universitäten sowie zu Behörden und Vereinen.

Tätigkeitsbereiche

Info: www.hszg.de a www.itn.hszg.de

Die SAXONIA Standortentwicklungs- und -verwaltungsgesellschaft mbH ist ein ausländischer Projektpartner. Im Rahmen des Projektes wird der Partner die Erfolge von Sanierungsarbeiten in der Freiberger Region auswerten sowie das Grund- und Oberflächenwasser in Gebieten mit ökologischen Altlasten überwachen. Auf Basis dieser Angaben wird eine Datenbank entwickelt und ein Plan für die Erfassung der Wassergüte der Freiberger Mulde aufgestellt.

Die SAXONIA ist ein Beteiligungsunternehmen des Landkreises Mittelsachsen und der Universitätsstadt Freiberg und fester Bestandteil der regionalen Wirtschaftsstruktur. Sie prägt durch aktive Wirtschaftsförderung sowie durch zielgerichtetes Revitalisierungs-, Standort- und Umweltmanagement den Wirtschaftsstandort. In Kompetenznetzwerken werden Kooperations- und Unternehmensaktivitäten in ausgewählten Technologiefeldern der Region begleitet, weiterentwickelt und vermarktet. Praktische Erfahrungen im Flächen- und Projektmanagement sowie Infrastruktur- und Beratungsleistungen ergänzen sich durch intensives Kooperationsmanagement.

Info: www.saxonia-freiberg.de